Adjusted EBITDA

Adjusted EBITDA ist ein um außergewöhnliche, nicht operative oder nicht wiederkehrende Effekte bereinigtes EBITDA. Im M&A-Kontext soll die Kennzahl die nachhaltige operative Ertragskraft eines Unternehmens zeigen. Typische Bereinigungen betreffen Einmaleffekte, nicht marktübliche Gesellschafterbezüge, Transaktionskosten oder außergewöhnliche Restrukturierungsaufwendungen.

Warum wird EBITDA bereinigt?

Käufer und Verkäufer wollen eine Ergebnisgröße, die die künftige Ertragskraft realistisch abbildet. Einmalige oder nicht betriebsnotwendige Effekte sollen die Bewertung weder verzerren noch künstlich verbessern.

Typische Adjustments im Mittelstand

Häufig geprüft werden Inhaber-Gehälter, private oder nicht operative Kosten, einmalige Projektverluste, Beratungskosten, außerordentliche Boni, Rechtsstreitigkeiten oder Corona-/Sondereffekte. Bei Softwareunternehmen können aktivierte Entwicklungskosten oder Cloud-Migrationskosten relevant sein.

Due-Diligence-Prüfung der Nachhaltigkeit

Financial Due Diligence prüft, ob Bereinigungen sachlich begründet, belegbar und nicht doppelt erfasst sind. Unplausible Adjustments führen häufig zu Bewertungsabschlägen oder Verhandlungsdruck.

Einfluss auf den Kaufpreis

Da EBITDA-Multiples direkt auf die Ergebnisbasis angewendet werden, kann jede anerkannte Bereinigung den Enterprise Value deutlich verändern. Deshalb ist Adjusted EBITDA oft ein zentraler Verhandlungspunkt.

FAQ

Wer entscheidet, welche EBITDA-Bereinigungen akzeptiert werden?

Am Ende Käufer und Verkäufer im Verhandlungsprozess, gestützt auf Zahlen, Belege und Due-Diligence-Ergebnisse.

Sind alle Einmalaufwendungen automatisch bereinigungsfähig?

Nein. Wenn ähnliche Kosten regelmäßig auftreten oder für das Geschäftsmodell notwendig sind, akzeptieren Käufer sie meist nicht.

Warum ist Adjusted EBITDA sensibel?

Weil es direkt die Bewertungsbasis beeinflusst und daher schnell zu unterschiedlichen Kaufpreisvorstellungen führt.