Carried Interest (Carry)

Carried Interest, kurz Carry, ist die erfolgsabhängige Gewinnbeteiligung des Fondsmanagements an den erzielten Renditen eines Private-Equity- oder Venture-Capital-Fonds. Sie wird typischerweise erst gezahlt, wenn die Investoren eine vereinbarte Mindestrendite oder Kapitalrückführung erhalten haben. Carry soll die Interessen von General Partner und Limited Partnern angleichen.

Warum Carry ein zentraler Anreiz ist

Carry motiviert Fondsmanager, nicht nur Kapital zu verwalten, sondern überdurchschnittliche Wertsteigerung zu erzielen. Für LPs ist wichtig, dass Carry erst nach klar definierten Hürden anfällt und damit echtes Alignment entsteht.

Typische Mechanik

Viele Fonds arbeiten mit Preferred Return oder Hurdle Rate, Catch-up-Regelungen und einer Carry-Quote. Erst nachdem LPs ihr Kapital und gegebenenfalls eine Mindestrendite erhalten haben, partizipiert der GP überproportional an weiteren Gewinnen.

Einfluss auf Investmentverhalten

Carry kann dazu führen, dass GPs stark auf Wertsteigerung, Exit-Timing und Portfolio-Performance achten. Gleichzeitig prüfen LPs, ob Gebühren, Carry und Risikoprofil ausgewogen sind.

Abgrenzung zur Management Fee

Die Management Fee finanziert den laufenden Betrieb des Fonds und wird unabhängig vom Erfolg gezahlt. Carry ist erfolgsabhängig und entsteht nur, wenn Wertsteigerungen realisiert werden.

FAQ

Erhält der GP Carry bei jedem Deal?

Das hängt vom Fondsvertrag ab. Häufig wird Carry auf Fonds- oder Deal-Ebene nach Kapitalrückführung und Hurdle berechnet.

Warum ist Carry für Unternehmer relevant?

Er erklärt, warum Fondsmanager stark auf Wertsteigerung und Exit achten und wie ihre Anreize strukturiert sind.

Ist Carry dasselbe wie eine Management Fee?

Nein. Die Management Fee ist eine laufende Vergütung, Carry ist eine erfolgsabhängige Gewinnbeteiligung.