Comparable Company Analysis (Trading Comps)

Comparable Company Analysis, kurz Trading Comps, ist eine Bewertungsmethode, bei der börsennotierte Vergleichsunternehmen analysiert werden. Aus deren Marktwerten und Finanzkennzahlen werden Multiples wie EV/Umsatz, EV/EBITDA oder EV/EBIT abgeleitet. Im M&A-Kontext dienen Trading Comps zur Plausibilisierung von Bewertungsspannen, Marktstimmung und Investorenerwartungen.

Wie Trading Comps funktionieren

Zunächst wird eine Peer Group vergleichbarer Unternehmen ausgewählt. Anschließend werden Enterprise Value, Equity Value und relevante Finanzkennzahlen bereinigt, um Multiples abzuleiten und auf das Zielunternehmen anzuwenden.

Auswahl der richtigen Peers

Vergleichbarkeit ist entscheidend. Branche, Geschäftsmodell, Wachstum, Margen, Größe, Region, Kundenstruktur und Umsatzqualität müssen passen. Bei Softwareunternehmen ist der Unterschied zwischen SaaS, Lizenzgeschäft und IT-Services besonders wichtig.

Nutzen im M&A-Prozess

Trading Comps liefern eine marktorientierte Sicht auf Bewertungsniveaus. Sie werden in Pitches, Fairness-Analysen, Investment Committees und Kaufpreisverhandlungen verwendet.

Grenzen der Methode

Börsennotierte Unternehmen sind oft größer, liquider und diversifizierter als Mittelständler. Deshalb müssen Größenabschläge, Kontrollprämien und private-company discounts sorgfältig beurteilt werden.

FAQ

Warum heißen Trading Comps so?

Weil die Multiples aus Aktienkursen börsennotierter Unternehmen abgeleitet werden, die am Markt gehandelt werden.

Welche Kennzahl wird bei Softwareunternehmen häufig genutzt?

Neben EV/EBITDA häufig EV/Umsatz oder EV/ARR, abhängig von Wachstum und Profitabilität.

Sind Trading Comps gleichbedeutend mit Transaktionsmultiples?

Nein. Trading Comps basieren auf Börsenkursen, Precedent Transactions auf tatsächlich gezahlten Kaufpreisen.