Corporate Governance
Warum Governance für Käufer entscheidend ist
Gute Corporate Governance reduziert Abhängigkeiten von Einzelpersonen, verbessert Transparenz und erleichtert Integration. Käufer prüfen, ob Entscheidungen dokumentiert, Zuständigkeiten klar geregelt und Kontrollmechanismen angemessen sind. Schwache Governance kann Risiken in Finanzen, Compliance, Personal und Strategie verdecken.
Governance vor Signing
In der Due Diligence werden Organstruktur, Gesellschafterbeschlüsse, Vollmachten, Beiräte, Geschäftsordnungen, Reporting und Entscheidungskompetenzen geprüft. Bei Familienunternehmen und Gründerunternehmen ist besonders wichtig, welche Entscheidungen formal beschlossen wurden und welche informell funktionieren.
Governance nach Closing
Nach dem Erwerb ändern sich häufig Berichtslinien, Beirats- oder Aufsichtsgremien, Budgetprozesse, Zustimmungskataloge und Management-Incentives. Für Private Equity sind Governance-Strukturen zentral, um Wertsteigerungspläne, Add-ons und Exit-Vorbereitung umzusetzen.
Abgrenzung zu Compliance
Corporate Governance beschreibt die Struktur und Steuerung des Unternehmens. Compliance fokussiert stärker darauf, dass Gesetze, interne Regeln und ethische Standards eingehalten werden. Beide Bereiche überschneiden sich, sind aber nicht identisch.
FAQ
Warum ist Corporate Governance im Mittelstand wichtig?
Weil klare Zuständigkeiten, dokumentierte Entscheidungen und belastbare Kontrollen den Unternehmenswert erhöhen und Käufervertrauen schaffen.
Geht es bei Corporate Governance nur um Aktiengesellschaften?
Nein. Auch GmbHs, Familienunternehmen und Private-Equity-Portfolios benötigen angemessene Governance-Regeln.
Welche Dokumente sind relevant?
Satzung, Geschäftsordnungen, Gesellschafterbeschlüsse, Beiratsunterlagen, Delegationsregeln, Reporting-Pakete und Compliance-Richtlinien.