Cost of Debt

Cost of Debt bezeichnet die Kosten des Fremdkapitals eines Unternehmens, also die Rendite- oder Zinsanforderung von Banken, Debt Funds oder anderen Kreditgebern. Im M&A-Kontext sind Cost of Debt relevant für WACC, Akquisitionsfinanzierung, LBO-Modelle und Schuldentragfähigkeit. Nach Steuern werden sie häufig um den steuerlichen Zinsvorteil reduziert.

Warum Fremdkapitalkosten im Deal wichtig sind

Cost of Debt beeinflussen Finanzierungskapazität, Kaufpreisfähigkeit und Eigenkapitalrendite. Steigende Zinsen können Bewertungen senken, weil Akquisitionsfinanzierungen teurer werden.

Bestimmungsfaktoren

Kreditgeber beurteilen Cashflow-Stabilität, Verschuldungsgrad, Sicherheiten, Branche, Kundenkonzentration, Wachstum und Covenants. Wiederkehrende Softwareumsätze können positiv wirken, projektlastige Umsätze erhöhen dagegen Risiko.

Tax Shield im WACC

Zinsaufwand ist häufig steuerlich abzugsfähig. Deshalb werden Cost of Debt im WACC oft nach Steuern angesetzt, indem sie mit eins minus Steuersatz multipliziert werden.

Abgrenzung zu Kreditmarge

Cost of Debt umfassen nicht nur die Bankmarge, sondern den gesamten erwarteten Fremdkapitalkostensatz, inklusive Basiszins, Marge, Gebühren und Risikoprämien je nach Modellierung.

FAQ

Sind Cost of Debt immer niedriger als Cost of Equity?

In der Regel ja, weil Fremdkapital vorrangig bedient wird und vertragliche Ansprüche hat.

Warum interessieren Cost of Debt Verkäufer?

Sie beeinflussen, welchen Kaufpreis Käufer finanzieren können und wie belastbar ein Angebot ist.

Was passiert bei steigenden Cost of Debt?

Die Schuldentragfähigkeit sinkt, Finanzierungsstrukturen werden konservativer und Bewertungen können unter Druck geraten.