Cost of Equity

Cost of Equity bezeichnet die Renditeanforderung der Eigenkapitalgeber an ein Unternehmen. Sie spiegelt das Risiko wider, das Investoren für ihr eingesetztes Eigenkapital tragen. Im M&A-Kontext fließen Cost of Equity in den WACC, DCF-Bewertungen und Renditeerwartungen von Investoren ein. Sie sind meist höher als Fremdkapitalkosten, weil Eigenkapital nachrangig ist.

Warum Eigenkapital teurer ist

Eigenkapitalgeber erhalten keine festen Zins- und Tilgungszahlungen und tragen Verlustrisiken. Dafür erwarten sie eine höhere Rendite, insbesondere bei wachstumsstarken oder risikoreicheren Unternehmen.

Relevanz für Investoren

Private-Equity-Fonds betrachten Eigenkapitalrenditen über IRR und Multiple on Invested Capital. Die geforderte Rendite beeinflusst Kaufpreis, Leverage, Exit-Annahme und Haltedauer.

Abgrenzung zu Cost of Debt

Fremdkapital ist vertraglich verzinst und vorrangig. Eigenkapital ist nachrangig, partizipiert aber unbegrenzt am Wertzuwachs. Diese unterschiedliche Risikoposition erklärt die höhere Renditeanforderung.

FAQ

Sind Cost of Equity gleich erwartete Rendite?

Ja, sie beschreiben die Rendite, die Eigenkapitalgeber für das Risiko des Investments verlangen.

Warum sind Cost of Equity bei Start-ups oder Wachstumsunternehmen höher?

Weil Planungsunsicherheit, Ausfallrisiko und Exit-Risiko größer sind.

Wo fließen Cost of Equity in die Bewertung ein?

Direkt bei Equity-DCF-Modellen und indirekt als Bestandteil des WACC.