Debt Financing
Warum spielt Debt Financing im M&A eine zentrale Rolle?
Fremdkapital kann die Eigenkapitalrendite eines Käufers erhöhen und größere Transaktionen ermöglichen. Gleichzeitig begrenzt die Schuldendienstfähigkeit des Zielunternehmens, wie viel Fremdkapital tragfähig ist.
Wie wird die Fremdfinanzierung strukturiert?
Typische Bausteine sind Senior Debt, Unitranche, Mezzanine oder revolvierende Linien. Kreditgeber prüfen EBITDA, Cashflow, Kundenbindung, Working Capital, Sicherheiten und die Stabilität des Geschäftsmodells.
Wirkung auf Kaufpreis und Verhandlung
Je mehr belastbare Finanzierung verfügbar ist, desto stärker kann ein Käufer bieten. Verkäufer sollten aber nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Finanzierungsnachweise, Conditions Precedent und Ausfallrisiken bewerten.
Besonderheiten bei IT- und Softwareunternehmen
Asset-light-Geschäftsmodelle verfügen oft über wenige klassische Sicherheiten. Kreditgeber fokussieren daher stärker auf wiederkehrende Umsätze, Churn, Marge, Cash Conversion und Planbarkeit.
FAQ
Ist Debt Financing dasselbe wie ein Unternehmenskredit?
Ein Unternehmenskredit ist eine Form von Debt Financing. Im M&A kann die Fremdfinanzierung aber aus mehreren Kredit- und Kapitalbausteinen bestehen.
Warum nutzen Käufer Fremdkapital?
Fremdkapital reduziert den Eigenkapitaleinsatz und kann die Rendite erhöhen, solange Zins und Tilgung aus den Cashflows tragbar sind.
Welche Kennzahlen sind für Debt Financing wichtig?
Besonders relevant sind EBITDA, Free Cashflow, Net Debt / EBITDA, Interest Coverage Ratio und DSCR.
Wer trägt das Risiko der Fremdfinanzierung?
Rechtlich trägt der Kreditnehmer das Risiko. Wirtschaftlich beeinflusst die Finanzierung aber Käufer, Verkäufer und Kreditgeber, weil sie Deal-Sicherheit und Kaufpreisfähigkeit prägt.