Depreciation / Amortization
Warum Abschreibungen Ergebniskennzahlen beeinflussen
Abschreibungen mindern EBIT und Jahresergebnis, wirken aber nicht unmittelbar zahlungswirksam. EBITDA rechnet sie wieder heraus. Käufer prüfen deshalb, ob Abschreibungen wirtschaftlich sinnvoll, konsistent und mit der Investitionsbasis vereinbar sind.
Unterschied zwischen Sachanlagen und immateriellen Werten
Depreciation betrifft etwa Hardware, Büroausstattung oder Rechenzentrumsinfrastruktur. Amortization betrifft beispielsweise aktivierte Softwareentwicklung, Lizenzen, Kundenlisten oder im Rahmen einer Akquisition identifizierte immaterielle Vermögenswerte.
Relevanz bei Softwareunternehmen
Wenn Entwicklungskosten aktiviert werden, sinken laufende Aufwendungen und spätere Abschreibungen steigen. Das kann EBITDA verbessern, aber Free Cash Flow und EBIT anders darstellen. Due Diligence prüft, ob Aktivierung und Nutzungsdauer angemessen sind.
Verbindung zur Kaufpreisallokation
Nach einer Akquisition können immaterielle Vermögenswerte neu bewertet und über die Zeit amortisiert werden. Das beeinflusst künftige GuV-Zahlen, auch wenn der operative Cashflow unverändert bleibt.
FAQ
Warum ist EBITDA vor Abschreibungen?
EBITDA soll operative Ertragskraft vor Abschreibungseffekten zeigen und Unternehmen mit unterschiedlicher Investitionshistorie vergleichbarer machen.
Sind Abschreibungen irrelevant, weil sie nicht zahlungswirksam sind?
Nein. Sie spiegeln den Verbrauch von Vermögenswerten wider und können auf notwendigen Investitionsbedarf hinweisen.
Warum sind aktivierte Entwicklungskosten kritisch?
Sie können EBITDA erhöhen, obwohl Liquidität abgeflossen ist. Käufer prüfen daher die wirtschaftliche Substanz und Nachhaltigkeit der Aktivierung.