Downside Case / Base Case / Upside Case

Downside Case, Base Case und Upside Case sind drei häufig verwendete Szenarien in M&A-Finanzmodellen. Der Base Case beschreibt die erwartete Entwicklung, der Downside Case eine schwächere Entwicklung und der Upside Case eine bessere Entwicklung. Die Szenarien zeigen Bandbreiten für Umsatz, EBITDA, Cashflow, Unternehmenswert, Finanzierung und Rendite.

Warum drei Fälle statt einer Planung genutzt werden

Eine einzelne Planung vermittelt Scheingenauigkeit. Downside, Base und Upside Case zeigen, welche Wertentwicklung bei unterschiedlichen Markt-, Umsatz-, Margen- und Synergieannahmen möglich ist. Dadurch werden Risiken und Chancen für Käufer und Verkäufer transparenter.

Was im Base Case steht

Der Base Case sollte eine realistische, gut begründete Management- oder Investorenerwartung abbilden. Er ist weder Wunschplanung noch Stressfall, sondern die zentrale Grundlage für Bewertung, Finanzierung und Investment Committee.

Wie der Downside Case genutzt wird

Der Downside Case prüft, ob ein Investment auch bei schwächerem Wachstum, höherem Churn, verzögerten Synergien oder Margendruck tragfähig bleibt. Banken achten besonders auf Leverage, Covenants und Schuldendienstfähigkeit in diesem Fall.

Rolle des Upside Case

Der Upside Case zeigt zusätzliches Wertpotenzial, etwa durch schnellere Integration, stärkeres Cross-Selling oder höhere Marktdynamik. Käufer zahlen diesen Wert meist nur teilweise, weil die Realisierung unsicher ist.

FAQ

Ist der Base Case immer die Managementplanung?

Nicht automatisch. Käufer passen die Managementplanung häufig an, wenn Annahmen zu optimistisch, nicht belegt oder nicht finanzierungsfähig erscheinen.

Warum ist der Downside Case für Banken wichtig?

Er zeigt, ob das Unternehmen auch bei schwächerer Entwicklung Zinsen, Tilgung und Covenants bedienen kann.

Wird der Kaufpreis auf dem Upside Case bezahlt?

Selten vollständig. Upside-Potenzial kann die Attraktivität erhöhen, wird aber wegen Umsetzungsrisiken meist nur teilweise eingepreist.