Dual Track Process
Warum ein Dual Track genutzt wird
Ein Dual Track erhöht strategische Flexibilität. Wenn Käuferangebote unter den Erwartungen bleiben, kann der IPO-Pfad eine Alternative bieten. Umgekehrt kann ein attraktives M&A-Angebot den Börsengang ersetzen.
Anforderungen an Prozesssteuerung
Ein Dual Track ist anspruchsvoll, weil M&A-Prozess, IPO-Vorbereitung, Finanzberichterstattung, Equity Story, Managementpräsentationen und Beraterkoordination parallel laufen. Das Management muss belastbar sein und Informationen konsistent halten.
Auswirkung auf Käuferverhandlungen
Der IPO-Pfad kann Verhandlungsdruck erzeugen, wenn Käufer glauben, dass der Verkäufer eine glaubwürdige Alternative hat. Diese Wirkung entsteht aber nur, wenn Kapitalmarktfähigkeit und IPO-Timing realistisch sind.
Grenzen im Mittelstand
Für kleinere Mittelständler ist ein Dual Track oft zu aufwendig. Bei größeren Software- oder Tech-Unternehmen mit starkem Wachstum, professionellem Reporting und Kapitalmarktstory kann er jedoch sinnvoll sein.
FAQ
Bedeutet Dual Track, dass der IPO sicher kommt?
Nein. Der IPO wird parallel vorbereitet, kann aber zugunsten eines Verkaufs abgebrochen werden.
Warum ist ein Dual Track teuer und komplex?
Weil gleichzeitig M&A-Berater, Banken, Rechtsberater, Wirtschaftsprüfer, Kapitalmarktkommunikation und Managementressourcen benötigt werden.
Wann lohnt sich ein Dual Track?
Vor allem bei ausreichend großen, kapitalmarktfähigen Unternehmen und wenn beide Exit-Wege glaubwürdig realisierbar sind.