Equity Rollover (Rückbeteiligung)
Warum Käufer einen Equity Rollover schätzen
Ein Equity Rollover reduziert das Risiko für Käufer, weil der Verkäufer weiterhin wirtschaftlich beteiligt bleibt. Besonders bei inhabergeführten Software- und IT-Services-Unternehmen ist das wichtig, wenn Know-how, Kundenbeziehungen oder Managementleistung stark an die bisherigen Gesellschafter gebunden sind.
Wie die Rückbeteiligung strukturiert wird
Typischerweise verkauft der Unternehmer zunächst 100 % seiner Anteile und reinvestiert anschließend einen Teil des Nettoerlöses in eine neue Holding- oder Erwerbergesellschaft. Die Rückbeteiligung kann direkt oder indirekt erfolgen und wird im Beteiligungsvertrag, Gesellschaftervertrag und Kaufvertrag geregelt.
Auswirkung auf Kaufpreis und Verhandlung
Ein Equity Rollover beeinflusst die wirtschaftliche Gesamtsicht der Transaktion. Der Verkäufer erhält nicht nur einen sofortigen Cash-Erlös, sondern bleibt am zukünftigen Exit beteiligt. Für Käufer kann dies die Kaufpreisfinanzierung entlasten und die Interessen zwischen Investor und Verkäufer stärker angleichen.
Wichtige Vertragsfragen
Entscheidend sind Mitverkaufsrechte, Verwässerungsschutz, Vesting, Good-Leaver-/Bad-Leaver-Regeln und Informationsrechte. Unternehmer sollten genau verstehen, welche Rechte sie nach dem Closing behalten und unter welchen Bedingungen sie ihre Rückbeteiligung später realisieren können.
FAQ
Ist ein Equity Rollover für Verkäufer positiv?
Er kann attraktiv sein, wenn der Verkäufer an weiteres Wachstum glaubt. Gleichzeitig trägt er weiterhin unternehmerisches Risiko.
Wie hoch ist ein typischer Equity Rollover?
Das hängt stark von Transaktion, Investor und Rolle des Verkäufers ab. Im Mittelstand sind Rückbeteiligungen häufig ein relevanter Minderheitsanteil, aber keine einheitliche Standardgröße.
Warum ist Equity Rollover bei Private Equity häufig?
Private-Equity-Investoren wollen sicherstellen, dass Management und Verkäufer weiterhin am Wertsteigerungsplan beteiligt sind.