Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Ertragslage und Ergebnisqualität beurteilen
Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt, welche Umsätze, Aufwendungen und Ergebnisse ein Unternehmen in einer Periode erzielt hat. Im M&A ist sie zentral, um Wachstum, Margen, Kostenstruktur und nachhaltige Profitabilität zu analysieren.
Grundlage für EBITDA, EBIT und Margen
Aus der GuV werden wichtige Kennzahlen wie EBITDA, EBIT, Rohertrag, Umsatzrendite und Kostenquoten abgeleitet. Diese Kennzahlen fließen direkt in Bewertung, Vergleichsanalysen und Kaufpreisverhandlungen ein. Haufe beschreibt die GuV ebenfalls als Grundlage für die Bildung und Interpretation solcher Kennzahlen sowie für die Analyse von Kostenstrukturen und Margenentwicklungen.
Normalisierung der Ergebnisrechnung
In Transaktionen wird die GuV häufig bereinigt, um ein nachhaltiges Ergebnis zu ermitteln. Einmalige Aufwendungen, Sondereffekte, nicht betriebliche Erträge, periodenfremde Positionen oder nicht marktübliche Kosten können das berichtete Ergebnis verzerren.
Bedeutung für Planung und Käuferprüfung
Käufer vergleichen historische GuV-Daten mit Budget, Forecast und Businessplan. Dabei wird geprüft, ob Umsatzwachstum, Margenentwicklung und Kostenbasis plausibel sind. Besonders relevant sind wiederkehrende Umsätze, Kundenabwanderung, Personalkosten, Skaleneffekte und Bruttomargen.
FAQ
Ist der Gewinn aus der GuV gleich Cashflow?
Nein. Die GuV folgt Rechnungslegungsregeln. Cashflow zeigt tatsächliche Zahlungsströme und kann deutlich vom Gewinn abweichen.
Warum schauen Käufer besonders auf EBITDA?
EBITDA neutralisiert Zinsen, Steuern und Abschreibungen und wird häufig als operative Vergleichsgröße für Bewertungen genutzt.
Was sind typische GuV-Bereinigungen im Verkaufsprozess?
Einmalige Beratungskosten, Sonderboni, nicht marktübliche Inhabergehälter, periodenfremde Effekte und nicht operative Erträge oder Aufwendungen.