Kapitalstruktur
Warum die Kapitalstruktur wertrelevant ist
Eine solide Capital Structure senkt Finanzierungsrisiken und kann strategischen Handlungsspielraum schaffen. Eine zu aggressive Verschuldung kann dagegen Wert vernichten, auch wenn der Kaufpreis attraktiv erscheint.
Bestandteile der Kapitalstruktur
Typische Elemente sind Eigenkapital, Bankdarlehen, Private Debt, Mezzanine, RCF, Verkäuferdarlehen und Leasingverbindlichkeiten. Entscheidend sind Rang, Kosten, Laufzeit, Covenants und Sicherheiten.
Auswirkung auf Kontrolle und Governance
Eigenkapitalgeber erhalten häufig Mitspracherechte, Fremdkapitalgeber vertragliche Schutzrechte. Die Kapitalstruktur beeinflusst daher auch Entscheidungsprozesse nach Closing.
Optimierung im M&A-Prozess
Bei Transaktionen wird geprüft, welche Struktur Kaufpreis, Risiko, Cashflow-Tragfähigkeit und Zukunftsinvestitionen am besten verbindet. Für Software- und IT-Plattformen ist ausreichend Wachstumskapital besonders wichtig.
FAQ
Was gehört zur Capital Structure?
Alle wesentlichen Finanzierungsquellen eines Unternehmens, insbesondere Eigenkapital, Fremdkapital und hybride Finanzierungsformen.
Warum ist die Kapitalstruktur für M&A entscheidend?
Sie beeinflusst Finanzierungskosten, Risiko, Rendite, Covenants und die Fähigkeit, nach Closing zu investieren.
Was ist eine gesunde Kapitalstruktur?
Eine Struktur, die zum Geschäftsmodell, zur Cashflow-Stabilität, zum Wachstum und zum Risikoprofil des Unternehmens passt.
Kann sich die Capital Structure durch einen Verkauf ändern?
Ja. Käufer refinanzieren häufig bestehende Schulden, bringen neues Eigenkapital ein oder strukturieren die Finanzierung vollständig neu.