Limited Partner (LP)

Ein Limited Partner (LP) ist ein Kapitalgeber eines Private-Equity- oder Venture-Capital-Fonds, der Kapital zusagt, aber nicht das operative Fondsmanagement übernimmt. LPs sind häufig Pensionskassen, Versicherungen, Family Offices, Stiftungen oder Staatsfonds. Im M&A-Kontext stellen sie indirekt das Kapital bereit, mit dem Fonds Unternehmen erwerben und weiterentwickeln.

Welche Rolle LPs im Fondsmodell haben

LPs verpflichten sich zu Kapitalzusagen, die der Fondsmanager bei Bedarf für Investments, Gebühren und Kosten abruft. Sie tragen wirtschaftlich das Investmentrisiko, haben aber in der Regel keine operative Kontrolle über einzelne Portfolioentscheidungen.

Informations- und Governance-Rechte

LPs erhalten Berichte, Jahresabschlüsse, Kapitalabrufe und Ausschüttungsinformationen. In Advisory Committees können sie bestimmte Interessenkonflikte oder Fondsthemen begleiten, ohne das Tagesgeschäft des Fonds zu führen.

Bedeutung für Unternehmer im Verkaufsprozess

Ein Verkäufer verhandelt normalerweise mit dem General Partner, nicht mit den LPs. Dennoch beeinflussen LP-Erwartungen die Fondsstrategie, Renditeziele, ESG-Anforderungen, Haltedauer und Investitionskriterien.

Abgrenzung zum General Partner

Der LP stellt Kapital bereit und ist haftungs- sowie mitwirkungsseitig begrenzt. Der General Partner verantwortet Fondsmanagement, Investmententscheidungen, Portfolioarbeit und Exit-Steuerung.

FAQ

Entscheiden LPs über den Kauf eines Unternehmens?

In der Regel nicht direkt. Investmententscheidungen trifft der General Partner innerhalb der Fondsstrategie.

Warum heißen sie Limited Partner?

Weil ihre Haftung und aktive Mitwirkung typischerweise begrenzt sind, solange sie nicht in das operative Fondsmanagement eingreifen.

Welche Rendite erwarten LPs?

Das hängt von Strategie, Risiko und Marktumfeld ab. Bei Private Equity erwarten LPs üblicherweise eine illiquiditäts- und risikoadäquate Rendite.