Market Risk Premium

Die Market Risk Premium ist die erwartete Mehrrendite des Aktienmarkts gegenüber einer risikofreien Anlage. In Bewertungsmodellen wird sie genutzt, um die Eigenkapitalkosten abzuleiten. Im M&A-Kontext beeinflusst die Market Risk Premium damit den WACC, DCF-Werte, Kaufpreisindikationen und die Renditeanforderung von Eigenkapitalinvestoren.

Warum gibt es eine Marktrisikoprämie?

Eigenkapitalinvestoren tragen Marktrisiken und erwarten dafür eine Rendite oberhalb der Risk-Free Rate. Diese Prämie soll das allgemeine Kapitalmarktrisiko abbilden.

Einfluss auf Unternehmensbewertungen

Eine höhere Market Risk Premium erhöht den Diskontierungszinssatz und reduziert DCF-Werte. In sensitiven Modellen kann sie erhebliche Wertunterschiede verursachen.

Abgrenzung zu unternehmensspezifischen Risiken

Die Market Risk Premium erfasst allgemeines Marktrisiko. Spezifische Risiken wie Kundenabhängigkeit, Managementlücken oder Technologieveraltung sollten nicht unreflektiert doppelt eingepreist werden.

FAQ

Ist die Market Risk Premium für alle Unternehmen gleich?

Sie bildet den Markt ab. Unternehmensspezifische Unterschiede entstehen vor allem über Beta und zusätzliche Risikozuschläge.

Wer legt die Marktrisikoprämie fest?

Es gibt Marktstudien, Bewertungsstandards und professionelle Einschätzungen. Sie ist jedoch keine exakt beobachtbare Größe.

Warum ist sie im M&A relevant?

Weil sie die Kapitalkosten und damit DCF-basierte Kaufpreisindikationen beeinflusst.