Sensitivitätsanalyse
Warum Sensitivitäten die Bewertung robuster machen
Ein Bewertungsmodell ist nur so belastbar wie seine Annahmen. Die Sensitivitätsanalyse zeigt, welche Parameter den größten Einfluss auf Enterprise Value, Equity Value, IRR oder Verschuldungsfähigkeit haben. Dadurch werden Verhandlungen faktenbasierter und weniger von Einzelwerten abhängig.
Typische Variablen im M&A-Modell
Häufig variiert werden Umsatzwachstum, EBITDA-Marge, Churn, Capex, Working Capital, WACC, Terminal Growth oder Exit-Multiple. Bei Softwareunternehmen sind ARR-Wachstum, Net Revenue Retention und Skalierung der Vertriebskosten besonders relevante Hebel.
Einsatz in Investment Committees
Investoren nutzen Sensitivitäten, um zu prüfen, ob ein Investment Case auch bei moderat schlechteren Annahmen tragfähig bleibt. Banken und Debt Funds analysieren, ob Covenants und Schuldendienst unter Stress noch eingehalten werden können.
Abgrenzung zur Szenarioanalyse
Die Sensitivitätsanalyse verändert meist einzelne oder wenige Annahmen isoliert. Eine Szenarioanalyse kombiniert mehrere konsistente Annahmen zu Downside, Base Case und Upside Case. Beide Methoden ergänzen sich in professionellen M&A-Modellen.
FAQ
Was ist ein typisches Ergebnis einer Sensitivitätsanalyse?
Häufig eine Tabelle oder Matrix, die zeigt, wie sich der Unternehmenswert bei unterschiedlichen Margen, Wachstumsraten oder Diskontierungszinssätzen verändert.
Warum reicht ein einziger Bewertungswert nicht aus?
Weil M&A-Bewertungen auf Zukunftsannahmen beruhen. Sensitivitäten zeigen die Bandbreite und die wichtigsten Unsicherheiten.
Welche Annahme ist bei DCF-Modellen besonders sensitiv?
Oft sind WACC, Terminal Value, langfristiges Wachstum und nachhaltige Marge besonders wertrelevant.