Sum-of-the-Parts-Bewertung (SOTP)
Wann ist SOTP sinnvoll?
SOTP eignet sich, wenn ein Unternehmen sehr unterschiedliche Geschäftsbereiche hat, etwa Software, IT-Services, Hardwarehandel und Beteiligungen. Eine einheitliche Multiple-Bewertung würde solche Unterschiede oft verzerren.
Bewertung der Einzelteile
Für jeden Bereich wird eine passende Methode gewählt, zum Beispiel EV/ARR für SaaS, EV/EBITDA für Services oder Net Asset Value für Beteiligungen. Danach werden Schulden, Holdingkosten und Minderheiten berücksichtigt.
Relevanz für Carve-outs und Verkäufe
SOTP zeigt, ob einzelne Bereiche separat mehr wert sein könnten als im Verbund. Das kann Verkaufsstrategien, Spin-offs, Carve-outs oder Portfolioentscheidungen beeinflussen.
Grenzen und Komplexität
Die Methode erfordert belastbare Segmentdaten. Kostenallokation, interne Verrechnungen, Shared Services und Synergien müssen sauber behandelt werden, sonst entstehen Scheingenauigkeiten.
FAQ
Warum nicht einfach ein Multiple auf das Gesamtunternehmen anwenden?
Weil unterschiedliche Segmente sehr verschiedene Bewertungslogiken haben können.
Welche Unternehmen profitieren von SOTP?
Diversifizierte Gruppen, Holdingstrukturen, Plattformen mit mehreren Sparten oder Unternehmen mit wesentlichen Beteiligungen.
Was sind typische Fehler?
Doppelte Berücksichtigung von Synergien, unklare Kostenverteilung oder ungeeignete Multiples je Segment.