Terminal Value

Der Terminal Value ist der Wertanteil in einer DCF-Bewertung, der den Zeitraum nach der detaillierten Planungsphase abbildet. Da Unternehmen grundsätzlich über den explizit geplanten Zeitraum hinaus Cashflows erwirtschaften, wird ein Fortführungswert berechnet. Im M&A-Kontext ist der Terminal Value oft ein wesentlicher Teil des gesamten Unternehmenswerts.

Warum ist der Terminal Value so wertrelevant?

Bei DCF-Modellen umfasst die Detailplanung meist drei bis fünf Jahre. Ein großer Teil des Werts entsteht aber aus den Cashflows danach. Deshalb beeinflusst der Terminal Value das Bewertungsergebnis häufig stark.

Berechnung über ewiges Wachstum

Eine gängige Methode ist die Gordon-Growth-Formel: nachhaltiger Free Cash Flow geteilt durch WACC minus langfristige Wachstumsrate. Diese Logik setzt ein stabiles, langfristig fortführbares Geschäftsmodell voraus.

Exit-Multiple-Methode

Alternativ wird am Ende der Planungsphase ein Multiple auf EBITDA, EBIT oder Umsatz angewendet. Das spiegelt eher Marktlogik wider, kann aber zirkulär sein, wenn die Multiple-Auswahl nicht gut begründet ist.

Plausibilisierung im M&A-Prozess

Investoren prüfen, ob Terminal Growth, Margen und Reinvestitionsbedarf realistisch sind. Bei Softwareunternehmen müssen Churn, Wettbewerbsdruck, Produktlebenszyklus und Skalierbarkeit berücksichtigt werden.

FAQ

Warum ist der Terminal Value oft so hoch?

Weil er alle Cashflows nach der Detailplanungsphase zusammenfasst und damit einen langen Zeitraum abbildet.

Welche Methode ist besser: ewiges Wachstum oder Exit Multiple?

Beide sind üblich. Professionelle Bewertungen plausibilisieren oft beide Ansätze gegeneinander.

Was ist ein typischer Fehler beim Terminal Value?

Zu hohe langfristige Wachstumsraten oder Margen anzusetzen, die nicht mit Marktgröße und Wettbewerb vereinbar sind.