Vermögenswerte
Warum Vermögenswerte nicht nur Buchwerte sind
Die Bilanz zeigt Vermögenswerte zu bilanziellen Werten, die nicht zwingend Marktwerten entsprechen. Käufer prüfen daher, ob Vermögenswerte werthaltig, nutzbar, frei verfügbar und wirtschaftlich erforderlich sind.
Operative und nicht betriebsnotwendige Vermögenswerte
Operative Vermögenswerte sind für das Geschäftsmodell notwendig. Nicht betriebsnotwendige Vermögenswerte, etwa überschüssige Liquidität, Immobilien oder Beteiligungen, können separat bewertet oder aus der Transaktion herausgelöst werden.
Besonderheiten bei Software und IT-Services
Werttreiber liegen oft in immateriellen Vermögenswerten: Softwarecode, geistige Eigentumsrechte, Kundenbeziehungen, Daten, Marke, Plattformarchitektur oder Zertifizierungen. Rechtliche und technische Sorgfaltsprüfungen klären, ob diese Vermögenswerte tatsächlich dem Unternehmen zustehen und skalierbar sind.
Vermögenswerte beim Anteilskauf und Einzelwirtschaftsgüterkauf
Beim Einzelwirtschaftsgüterkauf werden einzelne Vermögenswerte und Verträge übertragen. Beim Anteilskauf gehen die Anteile am Rechtsträger über. Die Analyse der Vermögenswerte bleibt in beiden Fällen wichtig, weil sie Risiken, Kaufpreis und Integrationsfähigkeit beeinflusst.
FAQ
Sind Vermögenswerte immer positiv für die Bewertung?
Nicht automatisch. Vermögenswerte können überbewertet, nicht betriebsnotwendig, schwer verwertbar oder mit Verpflichtungen verbunden sein.
Welche Vermögenswerte sind bei Softwareunternehmen besonders wichtig?
Geistige Eigentumsrechte, Softwarecode, Entwicklungsdokumentation, Kundenverträge, Datenrechte, Plattformarchitektur und das technische Team.
Was bedeutet Werthaltigkeit von Vermögenswerten?
Werthaltigkeit bedeutet, dass der bilanzierte oder angenommene Wert durch Nutzung, Verkauf oder künftige Zahlungsströme gedeckt ist.